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STECHEN – SCHREIBEN – STIL

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WILLY IFFLANDS MUTTER WEISS BIS HEUTE NICHT, WAS ER EIGENTLICH TUT. ZEHNTAUSENDE FOLLOWER SCHON. SIE LESEN SEINEN BLOG „DRESSED LIKE MACHINES“. KLICKEN, LIKEN UND SHAREN SEINE POSTS. WIR HABEN WILLY OFFLINE GETROFFEN …

„Ich habe nicht immer gebloggt. Mit 16 wollte ich noch Star-DJ werden. Also habe ich angefangen, ohne Ende zu produzieren. Aber außer ein paar kleineren Releases ist dabei nicht viel rumgekommen. Produzieren und Auflegen hat mir zwar immer viel Spaß gemacht, aber andere Jungs waren da viel ambitionierter.

Irgendwann habe ich dann beschlossen, eine Ausbildung zu machen. Ich habe allerdings schnell wieder nach einer neuen Möglichkeit gesucht, mich kreativ auszudrücken. Das hat mir gefehlt. Eines Morgens kam mir dann die Idee mit dem eigenen Blog. Am Anfang hast du natürlich auch Zweifel. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Leute meine Beiträge lesen wollen. Über die Jahre hat sich „Dressed Like Machines“ dann aber echt gut entwickelt. Bloggen ist mittlerweile mein Hauptjob. Mit allem, was dazugehört: Frühes Aufstehen, Beiträge recherchieren und meine Themen planen. Aber ich bin mein eigener Chef. Das erfordert Disziplin, weil dir niemand sagt: „Hey, setz dich hin und arbeite!“ Das musste ich erst lernen. Von 24 Stunden am Tag bin ich jetzt bestimmt 18 online. Nur so kann ich möglichst schnell auf aktuelle Hypes und Trends reagieren.“

Willy: STECHEN – SCHREIBEN – STIL

„Mein erstes Tattoo bestand aus Symbolen, die aus der Musik kommen. Kopfhörer, Plattenspieler, eine Kassette. Sie hatten damals eine große Bedeutung für mich, weil ich den Traum hatte, ein berühmter DJ zu werden. Ganz ehrlich, das erste Tattoo wurde nicht sonderlich gut gestochen. Trotzdem kamen über die Jahre dann etliche dazu. Ich sehe in Tattoos eine besondere Kunstform, die dir ermöglicht, deinen eigenen Körper als Leinwand zu benutzen. Gleichzeitig bist du so was wie ein wandelndes Museum, das die Werke unterschiedlicher Künstler ausstellt. So machen Tattoos einen Menschen noch einzigartiger. Es gibt zwar immer noch Vorurteile gegen Tinte auf der Haut, aber für mich ist das eine Form geistigen Ausdrucks. Ich kann meine eigenen Ideen in Bilder fassen und auf meinen Körper bringen. Das ist ein wichtiger Bestandteil meiner Individualität.“

Willy: STECHEN – SCHREIBEN – STILWilly: STECHEN – SCHREIBEN – STIL